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Paupe's Art
Zu welcher Geschichte möchtest du mehr erfahren?
Hier findest du Gedanken, Gesprächsimpulse und kleine Anregungen für Vorlesende und pädagogische Fachkräfte zu jeder Seite im Buch.
Wähle einfach das Bild der Geschichte aus, die ihr gerade gelesen habt, oder anhand des Textes im jeweiligen Bild.


01.
3 mutige Freunde
Die Geschichte hinter der Geschichte
Kinder vergleichen sich oft mit anderen.
"Der kann das besser."
"Ich traue mich nicht."
"Ich bin noch zu klein."
Dabei bringt jedes Kind etwas Eigenes mit. Genau das zeigen der Fuchs, Lilu und der Rabe. Keiner ist besser als der andere. Jeder hat etwas, das den Freunden hilft.
Gesprächsimpulse
Nicht alle Fragen müssen gestellt werden. Manchmal reicht schon eine.
- Welchen Freund findest du besonders toll?
- Warum magst du ihn?
- Wem bist du ähnlich?
- Kannst du auch etwas gut?
- Wer hilft dir, wenn du Angst hast?
Ein Gedanke für Erwachsene
Kinder hören selten nur eine Geschichte. Sie entdecken darin oft sich selbst.
Der mutige Fuchs, die neugierige Lilu und der aufmerksame Rabe zeigen, dass jedes Kind eigene Stärken hat. Es muss nicht mutig, laut oder besonders klug sein. Manchmal reicht es, aufmerksam zuzuhören, neugierig zu bleiben oder einem Freund beizustehen. Wenn Kinder erleben, dass Unterschiede selbstverständlich sind, wächst oft ganz nebenbei das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
❤️ Zum Mitnehmen
Jeder kann etwas gut. Gemeinsam wird daraus eine starke Freundschaft.

02.
Mut zum ersten Schritt
Die Geschichte hinter der Geschichte
Wer mutig ist, hat nicht keine Angst.
Mut bedeutet oft nur, den ersten Schritt trotzdem zu machen.
Der Fuchs geht voraus. Gleichzeitig hofft er, dass seine Freunde bei ihm bleiben.
Auch Erwachsene kennen dieses Gefühl.
Man möchte stark sein und ist trotzdem froh, nicht allein zu sein.
Kinder erleben solche Momente jeden Tag – beim ersten Schultag, beim Arzt, auf dem Klettergerüst oder wenn sie etwas Neues ausprobieren.
Mut wächst oft dort, wo jemand sagt: "Ich komme mit."
Gesprächsimpulse
Es reicht, ein oder zwei Fragen auszuwählen.
- Wovor hattest du schon einmal ein bisschen Angst?
- Wer war damals bei dir?
- Wann warst du das letzte Mal mutig?
- Kann man mutig sein und trotzdem Angst haben?
- Wem würdest du heute Mut machen?
Ein Gedanke für Erwachsene
Kinder denken bei Mut oft an Superhelden. Im Alltag sieht Mut jedoch meistens ganz anders aus. Er zeigt sich, wenn ein Kind trotz Unsicherheit losgeht, eine neue Situation wagt oder sich traut, etwas zu sagen. Dabei hilft selten der Satz „Du brauchst keine Angst zu haben.“
Viel stärker wirkt die Botschaft: "Ich bleibe bei dir."
Wenn Kinder erleben, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein sind, entsteht Vertrauen. Und aus Vertrauen kann Mut wachsen, ganz ohne Druck.
❤️ Zum Mitnehmen
Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotzdem loszugehen – und zu wissen, dass jemand mitgeht.

03.
Gefühle zeigen braucht Mut
Die Geschichte hinter der Geschichte
Manchmal wirkt etwas viel größer, als es wirklich ist.
- Ein dunkler Flur.
- Ein lautes Geräusch.
- Ein neuer Ort.
Oder ein Gedanke, der einfach nicht verschwinden will.
Der Fuchs zeigt etwas Wichtiges:
Er versucht zuerst, stark zu sein. Dann sagt er ehrlich, dass er doch Angst hat. Und genau in diesem Moment ist er nicht mehr allein. Manchmal wird die Angst nicht kleiner, weil wir mutiger werden. Sondern weil wir sie miteinander teilen.
Gesprächsimpulse
Schon eine einzige Frage kann ein schönes Gespräch beginnen.
- Gibt es etwas, das dir manchmal Angst macht?
- Was hilft dir, wenn du Angst hast?
- Mit wem fühlst du dich sicher?
- Glaubst du, dass auch Erwachsene manchmal Angst haben?
- Was könnte deinen Schatten heute ein kleines Stück kleiner machen?
Ein Gedanke für Erwachsene
Kinder möchten oft tapfer sein. Sie spüren, wenn von ihnen erwartet wird, mutig zu sein. Deshalb verstecken sie ihre Angst manchmal – obwohl sie sich eigentlich Nähe wünschen.
Wenn ein Kind sagen darf: "Ich habe Angst." ohne ausgelacht oder sofort beruhigt zu werden, passiert etwas Wichtiges.
Es erlebt, dass Angst kein Fehler ist.
Gefühle müssen nicht verschwinden, bevor ein Kind den nächsten Schritt gehen kann. Oft reicht schon das Gefühl: "Jemand bleibt bei mir."
Dann verliert die Angst langsam ihre Größe.
❤️ Zum Mitnehmen
Angst wird oft kleiner, wenn wir sie nicht allein tragen müssen.

04.
Wer ist Lilu?
Die Geschichte hinter der Geschichte
Kinder wachsen jeden Tag ein kleines Stück. Heute mögen sie Dinosaurier. Morgen Pferde. Heute sind sie mutig. Morgen lieber vorsichtig.
Sie probieren aus, verändern sich und entdecken nach und nach, was zu ihnen passt.
Das ist nichts, was schnell erledigt ist. Und das muss es auch nicht sein.
Lilu zeigt: Es ist völlig in Ordnung, noch auf dem Weg zu sein.
Gesprächsimpulse
Es reicht, wenn ihr über ein oder zwei Fragen sprecht.
- Was kannst du heute schon richtig gut?
- Gibt es etwas, das du erst noch lernen möchtest?
- Was macht dich besonders?
- Gibt es etwas, das du früher mochtest und heute nicht mehr?
- Wenn du dir selbst einen Namen geben dürftest – welcher würde zu dir passen?
Ein Gedanke für Erwachsene
Kinder entwickeln ihr Bild von sich selbst nicht durch Erklärungen, sondern durch Erfahrungen. Sie entdecken ihre Stärken beim Spielen, ihre Grenzen beim Ausprobieren und ihren Mut oft erst im Rückblick.
Dabei hilft es, wenn Erwachsene nicht vorschnell festlegen, wie ein Kind ist.
- "Du bist eben schüchtern."
- "Du bist unser Wirbelwind."
- "Du bist immer so mutig."
Solche Sätze sind oft liebevoll gemeint. Gleichzeitig können sie ein Bild festschreiben, das dem Kind irgendwann nicht mehr entspricht.
Kinder dürfen wachsen. Sie dürfen sich verändern. Und sie dürfen sich immer wieder neu entdecken.
❤️ Zum Mitnehmen
Du musst heute noch nicht wissen, wer du einmal sein wirst. Es reicht, neugierig auf deinen eigenen Weg zu bleiben.

05.
Etwas Neues wagen
Die Geschichte hinter der Geschichte
Es gibt viele große Sprünge im Leben eines Kindes.
- Zum ersten Mal allein in den Kindergarten.
- Zum ersten Mal bei einem Freund übernachten.
- Zum ersten Mal vor der Klasse sprechen.
- Oder einfach etwas ausprobieren, das sich noch ein bisschen zu groß anfühlt.
Niemand weiß vorher genau, ob es gelingt. Doch oft merken Kinder erst hinterher: "Ich konnte das ja."
Manchmal wachsen wir nicht, bevor wir springen, erst danach.
Gesprächsimpulse
Es genügt, wenn eine oder zwei Fragen zu einem Gespräch einladen.
- Was war dein letzter großer Sprung?
- Gab es etwas, das du dich zuerst nicht getraut hast?
- Wer hat dir dabei geholfen?
- Worauf bist du heute ein bisschen stolz?
- Was möchtest du als Nächstes ausprobieren?
Ein Gedanke für Erwachsene
Kinder brauchen Ermutigung – aber nicht den Druck, mutig sein zu müssen.
Der Fuchs sagt nicht: "Du musst springen."
Er sagt: "Ich passe auf."
Das verändert alles.
Kinder gewinnen Vertrauen nicht dadurch, dass Erwachsene ihnen Angst ausreden. Vertrauen wächst, wenn sie erleben: Da ist jemand, der an mich glaubt.
Und manchmal genügt genau dieses Gefühl, um den eigenen Sprung zu wagen.
Nicht jeder Sprung gelingt sofort. Doch jeder Versuch stärkt die Erfahrung: "Ich darf es ausprobieren." Das ist oft wertvoller als ein perfektes Ergebnis.
❤️ Zum Mitnehmen
Wer sich etwas zutraut, entdeckt oft erst hinterher, wie viel schon in ihm steckt.

















